Veranstaltungen: Nachlese Altenpflege 2004 in Hannover
von Dr. Elisabeth Kärcher
Etwa 700 Aussteller und 35000 Besucher besuchten die bisher europaweit größte Altenpflegemesse, Altenpflege 2004 in Hannover. Zum begleitenden Fachkongress erschien vom 17. – 19.2.2004 das „Who is Who“ der Branche auf dem Messegelände. Selbst der niedersächsische Wirtschaftsminister staunte bei einem Besuch nicht schlecht, denn neben Plüschbärchen und Inkontinenzartikeln gab es ganze Pflegeheime in Modulbauweise und meterlange Geschirrwaschstraßen.
In der Großstadt Hannover war das Wort „Altenpflege“ so präsent wie zu anderen Zeiten „Computer“. In leuchtendem Orange prangten Schilder an jeder dritten Bahnhofsstufe an jedem der 14 Gleise, und junge Hostessen verteilten Messezeitungen auf dem Weg zur U-Bahn.
Wer sich auf der Messe in drei großen Hallen ins Getümmel stürzte, brauchte stabile Schuhsohlen und einen guten Orientierungssinn. Wo war noch einmal Norden? Den Orientierungsinn keineswegs verloren hatten die Veranstalter. Denn trotz aller Schwierigkeiten im Gesundheits- und Pflegesystem war kaum ein Jammern zu hören, dafür viel Tatkraft und Ideenreichtum zu erkennen.
Erlebt die Altenpflege so etwas wie einen Verona – Faktor? Einst belächelt, heute eine ernstzunehmende Branche des Wirtschaftslebens. Die Professionalisierung war auf der Messe und in den breitgefächerten Themen des Fachkongresses, der parallel stattfand, unverkennbar.
Das ist letztendlich gut für alle, denn eine professionelle Altenpflege holt Altern, chronische Krankheit, Lebensbewältigung und Trauern dahin, wohin sie gehören – mitten ins Leben!
20. Februar 2004 von Dr. Elisabeth Kärcher
Text: © Dr. Elisabeth Kärcher
wirtschaftswetter.de
Website Dr. Kärcher
© 2003-2006 Angelika Petrich-Hornetz Wirtschaftswetter Online-Zeitschrift
E-Mail Wirtschaftswetter
zurück zu: Themen