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Liebe Leserinnen und Leser,

willkommen in der Frühlings-Frühsommer-Ausgabe 2013 und in den Wirtschaftswetter-Nachrichten. Auf dieser Seite finden Sie die aktuellen Wirtschaftswetter-News des laufenden Monats. Die Nachrichten aus dem Vormonaten und Vorjahren finden Sie ganz unten und im Archiv.

News - Nachrichten
aktuell


2013-05-16 ... Bangladesh: Brände in Zulieferer-Textilfabriken - Modekonzerne schließen sich Kampagne an. Nach dem jüngsten Brand in einer Textilfabrik in Savar, Bangladesh, bei dem mehr als tausend Menschen ihr Leben verloren und der in einer ganzen Reihe von ähnlich verheerenden Vorgängen steht, schlossen sich nun unter maßgeblicher Beteiligung der Gewerkschaften mehrere große Textil-Unternehmen der Initiative "Clean Clothes" - "Saubere Kleidung" an, die ein verbindliches Abkommen zum Brandschutz und zur Gebäudesicherheit in Bangladesh beinhaltet. Viele international agierende, darunter europäische und deutsche Modekonzerne lassen ihre Textilien in Bangladesh fertigen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) kündigte an, den Opfern der Brandkatastrophe mit anschließendem Einsturz des Gebäudes 2,5 Millionen Euro Soforthilfe zur Verfügung zu stellen, die vorwiegend zur beruflichen Wiedereingliederung für Überlebende mit bleibenden Schäden vorgesehen seien. Laut Plänen der EU-Kommission sollen Textilhändler in Europa verpflichtet werden, ihre Lieferketten offenzulegen, im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wurde am Mittwoch von der SPD-Fraktion gefordert, diese Pläne zur sozialen Verantwortung von Unternehmen (CSR-Strategie) stärker zu unterstützen. Weitere Informationen, Deutsch: Gebäude - und Brandschutz Bangladesh: Deadline für Beitritt zum Abkommen heute um Mitternacht sowie, English: We made it! Global Breakthrough as Retail Brands sign up to Bangladesh Factory Safety Deal.
Quellen: sauberekleidung.de, cleanclothes.org, bundestag.de
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2013-05-14 ... Frauen-Quote: Mütter bleiben unterrepräsentiert. Die Professorin für Soziologie an der Jacobs-University Hilke Brockmann hat untersucht, wie die Frauenquote wirkt und herausgefunden, dass Müttern nicht davon profitieren - zumindest was ihr Vorhandensein im Deutschen Bundestag betrifft. In den Bundestagsfraktionen sind zwar immer mehr Frauen, bei Bündnis90/dieGrünen und dieLinke gibt es sogar annährend eine paritätische Besetzung, doch es handelt sich bei den weiblichen Parlamentariern vorwiegend um kinderlose Frauen oder Frauen mit signifikant weniger Kindern als männliche Parlamentarier. Brockmanns Fazit: Frauen- und Mütterquoten müssen in großen Feldversuchen ausprobiert werden, um die ökonomische Diskriminierung von Frauen, inbesonders von Müttern zu beenden. Weitere Informationen, Pressemitteilung: Her mit den Müttern - die Frauenquote mag Frauen fördern, aber nur die, die keine Kinder haben
Quellen: jacobs-university.de
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2013-05-09 ... Niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland wegen demografischer Entwicklung. Während die Jugendarbeitslosigkeit in den 27 EU-Mitgliedsstaaten im März 2013 insgesamt bei 23,5 Prozent und im Euroraum bei 24 Prozent lag, glänzen vor allem Deutschland und Österreich mit niedrigen Zahlen jugendlicher Erwerbsloser - die höchsten Raten haben dagegen Griechenland, Spanien, Italien und Portugal zu verkraften. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) errechnete bei der Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland sogar den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung - zwischen 2005 und 2012 habe sich die Anzahl der Erwerbslosen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren mehr als halbiert. Allerdings so die DIW-Forscher seien die niedrigen Zahlen vor allem auf die demografische Entwicklung in Deutschland zurückzuführen, und nicht darauf, dass mehr mehr Arbeits- oder Ausbildungsplätze mit Jugendlichen besetzt würden. Weitere Informationen, Pressemitteilung: Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland deutlich gesunnken - vor allem aus demografischen Gründen
Quellen: epp.eurostat.ec.europa.eu, diw.de
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2013-05-04 ... Bayern: Landtagspräsidentin veröffentlicht familiäre Bechäftigungsverhältnisse. Erst im Dezember 2000 wurde die Regel abgschafft, die es Abgeordneten des Bayerischen Landtags ermöglichte, Angehörige erstattungsfähig zu beschäftigten. Für so genannte Altfälle gilt weiterhin, dass im Bayerischen Landtag Abgeordnete mit Familienmitgliedern legale Arbeits- und Werkverträge schließen konnten, die mit Steuergeldern bezahlt werden. Am gestrigen Freitag veröffentlichte die Landtagspräsidentin Barbara Stamm mit dem Ziel, größtmögliche Transparenz zu schaffen, nun Namen von Abgeordneten, ingesamt handelt es sich um 79 Abgeordnete, die noch von dieser Altfall-Regel Gebrauch gemacht und damit Ehepartner oder Verwandte ersten Grades beschäftigt haben. Bis zum Sommer soll nun ein neues Gesetz verabschiedet werden, das künftig die Beschäftigung von Verwandten bis zum dritten Grad sowie deren Bezahlung aus der Mitarbeiterentschädigung nicht mehr erlaubt. Weitere Informationen, Pressemitteilung: Seit Dezember 2000 haben ingesamt 79 Abgeordnete von der Altfallregelung Gebrauch gemacht und Pressemitteilung, 19. April: Bayer. Landtag: Abgeordneten-Arbeitsverträge mit nahen Familienangehörigen sowie, PDF: Liste beendeter Altverträge
Quellen: bayern.landtag.de
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2013-05-01 ... +++ Kurzmeldungen +++ . Italien wird regiert +++ . Zwei Monate nach der Wahl mit dem Ergebnis unklarer Mehrheitsergebnisse und drohenden Neuwahlen schaffte es Enrico Letta von der linksliberalen Partito Democratico (PD) eine Regierung für Italien zu bilden, eine große Koalition, mit der Zentrumspartei von Mario Monti und der rechten PdL-Partei von Berlusconi, der allerdings keinen Posten in der Regierung einnehmen wird. Am vergangenen Sonntag ist das neue Kabinett vereidigt worden. In diesen Tagen reist der neue Premier Italiens bereits zu Gesprächen nach Berlin, Brüssel und Frankreich. +++ Arbeitsmarkt im April 2013 +++ . Der deutsche Arbeitsmarkt sei in einer guten Grundverfassung, die aktuelle Entwicklung aber eher gedämpft, kommentierte BA-Chef Weise die neusten Arbeitsmarktzahlen, die gestern in Nürnberg vorgestellt wurden. Die Arbeitslosenzahl sank um -78.000 auf 3,02 Millionen. Im Vorjahresvergleich waren dies +57.000 mehr. Die Arbeitslosenquote im April 2013 sank gegenüber dem Vormonat um -0,2 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent. Weitere Informationen, BA: Arbeitsmarktbericht: Gedämpfte Frühjahrsbelebung. +++ Vollbeschäftigte 2012: 42-Stunden-Woche +++ . Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des heutigen Tags der Arbeit am 1. Mai am Vortag mitteilte, arbeitete ein vollzeitbeschäftigter Erwerbstätiger im Jahr 2012 durchschnittlich 41,9 Stunden pro Woche - Teilzeitbeschäftigte lagen im selben Jahr bei durchschnittlich 18,2 Stunden pro Woche. Die mittlere, gewöhnliche Arbeitszeit lag bei 35,5 Stunden (1991: 38,4 Stunden). Die durchschnittliche Arbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten legte in Deutschland seit 1991 indes um eine halbe Stunde pro Woche zu. 1991 waren 14 Prozent, 2012 27 Prozent der Erwerbstätigen in Teilzeit beschäftigt. Vollzeitbeschäftigte Selbstständige kamen 2012 auf durchschnittlich 50,4 Stunden, Arbeitnehmer auf 40,7 Stunden pro Woche. +++ März 2013: EU-Arbeitslosigkeit 10,9 Prozent +++ . In den 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) lag die Arbeitslosenquote im März 1013 bei 10,0 Prozent und damit unverändert zum Vormonat Februar. Im Euroraum ist sie von 12 auf 12,1 Prozent leicht gestiegen. Die niedrigsten Arbeitslosenquoten hatten Österreich, Deutschland (5,4 Prozent) und Luxemburg, die höchsten Griechenland (27,2 Prozent, Januar 2013), Spanien (26,7 Prozent) und Portugal (17,5 Prozent. Weitere Informationen: Arbeitslosenquote des Euroraums bei 12,1 Prozent. +++ Zulassungsverfahren genetisch veränderte Lebens- und Futtermittel +++ . Für die Sicherheitsbewertung von genetisch veränderten Lebens- und Futtermitteln ist die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zuständig, Zulassungen werden erteilt, wenn keine nachteiligen Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen, Tieren oder die Umwelt zu erwarten sind, außerdem darf keine Irreführung vorliegen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) aktualisierte die Liste der Zulassungsanträge, weitere Informationen: Zulassung genetisch veränderter Lebens- und Futtermittel, und Liste, PDF: Anträge auf Zulassung genetisch veränderter Lebens- und Futtermittel gemäß EG-Verordnung. ++++
Quellen: interno.gov.it, leg16.camera.it, governo.it, arbeitsagentur.de, stastik.arbeitsagentur.de, destatis.de, ec.europa.eu, europa.eu, bfr.bund.de
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Weitere Wirtschaftswetter-Nachrichten aus den Jahren 2003 bis 2012 finden Sie im Archiv unter der jeweiligen Ausgabe

 

©Foto, Text: Angelika Petrich-Hornetz
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